Wir schaffen Zukunft

Kurzbeschreibung

Das Zukunftsprogramm der Marktgemeinde Gratwein-Straßengel für Klimaneutralität Die Marktgemeinde Gratwein-Straßengel ist seit 2022 Teil der Mission „Klimaneutrale Stadt“. Der im Rahmen vom Projekt „Klima-Schule-Leben“ entwickelte Klimafahrplan definiert Ziele, Hebel und Indikatoren für die Sektoren Quartiere/Gebäude, Mobilität/Verkehr und Energiesystem. Aktuell bereitet das Sondierungsprojekt „Klima-Schule-Leben“ die klimaneutrale Gestaltung des Bildungscampus Gratwein vor. KEM, die neue KLAR! und künftig e5 flankieren Umsetzung und Aktivierung in der Bevölkerung. Ziel des Pionierstadtprojekts ist, die Transformation in der Marktgemeinde zur Klimaneutralität beschleunigen, die Anpassung zu stärken und Kreislaufwirtschaft zu verankern – mit spürbaren Verbesserungen in Lebensqualität, Freiraum und Energieversorgung. Intern nutzt die Gemeinde das Projekt für Verwaltungsmodernisierung und Kompetenzaufbau. Ziele und Innovationsgehalt Kern ist eine moderne Klima-Governance: Stabsstelle Nachhaltigkeitskoordination (SNK), arbeitsfähiges Nachhaltigkeitsteam/Kernteam, eindeutige Rollen, jährliches Klimaberichtswesen. Standardprozesse werden eingeführt bzw. geschärft: Klima-Relevanz-Prüfungen in GR-/Projektvorlagen (Ampellogik), naBe-konforme Beschaffung, Energie(raum)planung, Klimarisiko-/Anpassungsplanung sowie datenbasiertes Monitoring/Reporting – teils digital unterstützt, perspektivisch KI-basiert. Die Governance ist mit KEM, KLAR!, e5 und LEADER verschränkt; Bürger:innen werden systematisch eingebunden. Operativ werden drei Zukunftsprojekte vorbereitet: (1) Bildungscampus als F&E-Demoprojekt (2) „zukunftsfitte Lebensräume“ mit grün-blauer Infrastruktur (3) zukunftsfitte Kommunalbauten. Begleitend entstehen Pionierstadt-Dialog und eine lokale Know-how-Plattform für Wissenstransfer. Strukturelle und methodische Innovationen Governance-Innovation: neuartiges Nachhaltigkeitsteam (inkl. rotierendem Bürger:innen-Mandat), Job-Shadowing für Nachwuchsführung. Digitale Innovation: Klima-Ampel in Vorlagen, interaktive Nachhaltigkeits-Landkarte, Echtzeit-Datenanzeigen; KI-gestützte Szenarien/Analysen. Partizipation: Challenge-Prinzip in Abteilungen, Gamification-Elemente, kontinuierliche Co-Design-Formate. Räumlich/regional: Reallabore (z. B. Mikro-Wälder, Schwammstadt, Gründächer), Klima-Checks bei Baukultur-Prozessen, Vorbereitung grüner Quoten; interkommunale Klima-Datenallianz, Re-Use & Repair-Lab, Stadt-Umland-Klimabürgerrat. Vorgehen und Lernumgebung Dreistufige Roadmap: Jahr 1 Fundament (Strukturen, Schnittstellen zu KEM/KLAR!/e5, Pilot Klimacheck) Jahr 2 Operationalisierung (Prozess-Verbindlichkeit, Digitalisierung, erstes Jahresreporting, interkommunales Forum) Jahr 3 Verstetigung (Regelwerk, offene Lernumgebung, Transfer). Die Lernumgebung wirkt intern, lokal, regional/national. Erwartete Ergebnisse und Nutzen Etablierte Strukturen/Prozesse machen Klimaneutralität entscheidungswirksam; Finanzierung neuer Stellen wird über das Projekt hinaus abgesichert; drei Umsetzungsstränge sind vorbereitet und in Umsetzung; Mitarbeitende kennen neue Klima-/Nachhaltigkeitsaufgaben und integrieren sie in den Arbeitsalltag. Die Gemeinde setzt konkrete Infrastruktur-Schritte, stärkt regionale Wirtschaftskreisläufe und erzeugt ökologische wie soziale Mehrwerte. Transparente Kommunikation und Beteiligung (inkl. digitaler Tools) fördern Bewusstsein, Teilhabe und gemeinsames Lernen – der Weg zur klimaneutralen Gemeinde wird nachvollziehbar, messbar und replizierbar.