Fk_wird_KN

Kurzbeschreibung

Feldkirch auf dem Weg zur Klimaneutralität Ausgangssituation und Motivation Feldkirch hat sich mit dem Beschluss zur Klimaneutralität 2040 (2021) und der MissionZero Feldkirch (2022) verbindlich auf den Weg zu einer klimaneutralen Stadt gemacht. Strategische Grundlagen wie der Klimaneutralitätsfahrplan 2040, das Klima- und Umweltleitbild 2023 sowie das e5-Programm (Gold-Status) bilden eine solide Basis. Die Stadt steht damit vor der Herausforderung, ehrgeizige Klimaziele in konkrete, koordinierte Maßnahmen zu überführen – über Ressortgrenzen hinweg, unter realen Betriebsbedingungen und bei begrenzten Ressourcen. Die Pionierstadt-Kooperation schafft dafür den organisatorischen und fachlichen Rahmen: Verwaltung, Stadtwerke, Forschung und regionale Partner:innen arbeiten in einem integrierten Lern- und Steuerungssystem zusammen. Der Schwerpunkt liegt auf der Umsetzung und Skalierung von Maßnahmen. Ziele und Innovationsgehalt Ziel ist die Entwicklung und Erprobung neuer Formen kommunaler Steuerung und sektorübergreifender Lösungen, die den Weg zur Klimaneutralität 2040 beschleunigen. Im Zentrum stehen fünf strategisch verknüpfte Projekte: Klimafitte Innenstadt: Umsetzung des Schwammstadtprinzips und klimaresilienter Begrünungsmaßnahmen im historischen Stadtraum. Klimafitte Sanierung Seniorenbetreuung Nofels: Energetische und organisatorisch innovative Sanierung im laufenden Betrieb als Modell für soziale Einrichtungen. Netzdienliche Energieintegration Vorarlberghalle: Aufbau eines digitalen Zwillings und Entwicklung von Regelstrategien für ein intelligentes, CO?-armes Energiesystem. Energie- und Nachhaltigkeitsmonitor Feldkirch: Aufbau eines digitalen, verwaltungsinternen Steuerungstools zur automatisierten Analyse von Energie- und Nachhaltigkeitsdaten. Klimafreundliche Mobilität: Erstellung eines Masterplans Gehen, Ausbau von Rad- und ÖPNV-Infrastruktur und Förderung multimodaler Mobilitätsformen. Die Innovation liegt in der Kombination technischer, organisatorischer und sozialer Ansätze: Klimaschutz wird nicht als Einzelmaßnahme, sondern als integrierter Verwaltungs- und Lernprozess verstanden. Neue Governance-Formate – wie das halbjährliche Governance Board und das regelmäßig stattfindende Pionierstadtcafé – verknüpfen Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Bevölkerung auf Augenhöhe. Angestrebte Ergebnisse und Erkenntnisse Die Kooperation liefert praxisnahe Erkenntnisse für klimaneutrale Stadtentwicklung und übertragbare Modelle für Klein- und Mittelstädte. Erwartete Ergebnisse sind: Umsetzbare technische Lösungen für klimaresiliente Innenstadtgestaltung, energieeffiziente Sanierungen und netzdienliche Energiesysteme. Ein kommunales Energiemonitoring, das Nachhaltigkeits- und Klimaziele messbar macht. Eine Governance-Struktur, die Klimaschutz als Querschnittsaufgabe dauerhaft in der Verwaltung verankert. Stärkung des Wissens- und Kompetenzaufbaus innerhalb der Stadtverwaltung sowie Ausbau der regionalen Kooperation mit KLAR!, KEM und e5. Aktivierung zusätzlicher Investitionen von über 30 Mio. € durch gezielte Förder- und Umsetzungsplanung (Hebelwirkung ca. 1 : 65). Feldkirch positioniert sich damit als Modellstadt für integrierte Klimaneutralitätsstrategien. Die Pionierstadt-Kooperation zeigt, wie kommunale Verwaltung, Wissenschaft und Politik gemeinsam evidenzbasierte, praxistaugliche und gesellschaftlich akzeptierte Wege zur Klimaneutralität entwickeln können – und leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Mission Klimaneutrale Stadt Österreich.