Kurzbeschreibung
In montanen humiden Grünlandgebieten ist aufgrund des Klimawandels eine verlängerte Vegetationsperiode sowie eine Ertragssteigerung zu erwarten (Schaumberger et al., 2019, Eitzinger et al., 2010). Daher wäre eine mögliche Nutzungsintensivierung von einer mittel-intensiven hin zu einer intensiveren Bewirtschaftung denkbar. Bis dato wurden jedoch im Berggebiet Österreichs, wo rund 35 % der Grünlandflächen im Alpenbogen bewirtschaftet werden (Buchgraber, 2018), noch wenige Untersuchungen über die Auswirkungen von Nutzungsintensivierung auf Bodenwasser, damit verbundene Erträgen sowie Futterqualitäten durchgeführt. Daher ist die Hauptforschungsfrage dieses Projektes, wie sich eine Nutzungsintensivierung in montanen Grünlandgebieten auf den Bodenwasserhaushalt, auf die Erträge und Futterqualitäten, sowie auf die Wirtschaftlichkeit und Umweltwirkung der Bewirtschaftung auswirkt. Dies wird an einer Versuchsfläche mit Zweischnitt- und Dreischnittnutzung untersucht, die bereits im Jahr 2020 installiert wurde. Die beiden Systeme wurden bereits auf Bodenwasser und Biomasse innerhalb einer Vegetationsperiode getestet (Forstner et al., 2021) und sollen nun die Auswirkungen unterschiedlicher Witterungsbedingungen weiterer Vegetationsperioden auf die Bodenwasserbilanz und den Ertrag / Futterqualität zeigen.