Szenarien für eine sozial gerechte Energie- und Wärmewende im Wohngebäudebereich in Österreich

Kurzbeschreibung

Um das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen, ist eine Dekarbonisierung des öst. Gebäudesektors, auf den aktuell 10% des nationalen Treibhausgas (THG)-Ausstoßes entfallen, unumgänglich. Noch immer sind knapp 1,4 Mio. fossil betriebene Heizungen im Einsatz. Rund 60% der Wohngebäude gelten zudem als energetisch sanierungsbedürftig. Zugleich haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten ihre Wohnungen angemessen warm (bzw. im Sommer kühl) zu halten, lt. aktuellen Umfragen bis zu 10% aller Haushalte. Einkommensschwache und vulnerable Gruppen leben überproportional oft in schlecht isolierten Wohnungen und sind dadurch gesundheitlichen Belastungen durch zu kalte bzw. heiße Wohnräume ausgesetzt. Das Projekt beschäftigt sich mit der Bewertung von unterschiedlichen Ansätzen und Maßnahmen zur Klimawandelanpassung als auch Dekarbonisierung des Gebäudesektors im Hinblick auf ihre sozioökonomische Verträglichkeit. In einem weiteren Schritt werden jene Ansätze und Maßnahmen eruiert, die sich für eine Dekarbonisierung und Klimawandelanpassung des Gebäudesektors im Einklang mit den SDGs (d.h. für eine „just transition“) eignen. Verfolgt wird ein interdisziplinärer Ansatz, theoretisch geleitet von der wissenschaftlichen Literatur zu „just transition“ unter Heranziehung des etablierten systemdynamischen iSDG_AT-Modells.