Kurzbeschreibung
Das multifunktionelle Nutzökosystem Streuobst(an)bau ist in unterschiedlichen Ausprägungen (Streuobstwiese, Obstbaumallee, Obstacker, Hausobstgarten) in allen Bundesländern anzutreffen. Die langlebige Kulturform, mit einem Baumalter von ca. 100 Jahre, erbringt relevante Ökosystemleistungen, u.a. für den Klimaschutz. Streuobstbestände werden als gefährdet bis stark gefährdet eingestuft. Das Projekt untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf den Streuobstanbau, die notwendigen Anpassungsstrategie bei Sorten- und Standortwahl, Kulturführung und Kulturform sowie die möglichen Beiträge des Streuobstanbaues zu Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Ziel ist, durch einen partizipativen Forschungsansatz, Interdisziplinarität und die Integration von jüngstem Erfahrungswissen Perspektiven für den Streuobstbau im Klimawandel aufzuzeigen, unter der Prämisse, dass die Landnutzungsform ihren multifunktionellen Charakter beibehält. Dafür wird der gegenwärtige Kenntnisstand in Wissenschaft und Praxis erhoben, der Forschungsbedarf ermittelt und ein Leitfaden erstellt, der konkrete Empfehlungen, Chancen und Risiken anspricht. Abschließend werden Szenarien für den Streuobstanbau in ausgewählten österreichischen Modellregionen basierend auf den ÖKS15 Klimaszenarien ausgearbeitet.