Kurzbeschreibung
Der saisonalen Schneebedeckung kommt in Österreich, auf Grund ihrer immensen Wichtigkeit für zahlreiche wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Sektoren, eine große Bedeutung zu. Die meteorologischen Rahmenbedingungen, oft angegeben durch die Schneefallgrenze, bestimmen hierbei, ob es zu Regen oder Schneefall am Boden kommt. Bei hoher Niederschlagsintensität und geringer Durchmischung der Atmosphäre kann es vor allem in Tallagen durch Schmelze des festen Niederschlags zu einer Abkühlung und schließlich zu einem Absinken der Schneefallgrenze kommen. Im Zuge des Klimawandels sind steigende Schneefallgrenzen prognostiziert (166m/°C [1]), allerdings ohne den beschriebenen Absinkeffekt zu berücksichtigen. Aus der Theorie ergeben sich aus dem Anstieg der Schneefallgrenze nichtlineare Konsequenzen für Häufigkeit und Ausprägung des Absinkeffektes. Diese Studie soll dazu beitragen, folgende Fragen zur zukünftigen Entwicklung der Schneefallgrenze zu beantworten: (1) Inwieweit sind langfristige Änderungen des Absinkeffektes in Vergangenheit und Zukunft qualitativ und quantitativ erfassbar? (2) Reagiert der Absinkeffekt merklich nichtlinear auf die fortschreitende Erderhitzung? (3) Hat dieser Effekt einen signifikanten Einfluss auf den Schneefall und die Schneebedeckung in Österreich? (4) Können Regionen mit sprunghaften Änderungen (oder Kippeffekten) identifiziert werden? Ziel des Projekts ist es die zukünftige Entwicklung der Schneefallgrenze unter Berücksichtigung von Absinkeffekten zu untersuchen und dabei möglich auftretende Nichtlinearitäten zu identifizieren und die Bedeutung als regionale Klimakippeffekte herauszuarbeiten.