Kurzbeschreibung
Dieses Projekte rückt armutsbetroffene Kinder, als jene Gruppe, die besonders lange und stark von der Klimakrise betroffen ist und sein wird (Thery et al., 2021, vgl. Hellden et al. 2021, WHO 2021, Watts et al., 2019), in den Fokus. Kinderarmut prägt alle Lebensbereiche: von der materiellen Absicherung über Gesundheit und Wohlbefinden bis hin zur sozialen und kulturellen Teilhabe (Tophoven et al., 2018). Folgende Fragen werden untersucht: (1) Wie werden die gesundheitlichen, psychischen und sozialen Folgen der Klimakrise und insbesondere von Hitzewellen durch armutsbetroffene Kinder und deren Familien wahrgenommen? (2) Welche individuellen Anpassungsstrategien werden von den Betroffenen gewählt und inwiefern erfüllen diese ihre Bedürfnisse? Wo stoßen die Befragten an Grenzen der Anpassung? (3) Welche effektiven, kontextspezifischen sowie strukturellen Schlüsselmaßnahmen zur Klimawandelanpassung mit Bezug zu soziale Infrastrukturen und dem Gesundheitssystem in Österreich gibt es? Basierend auf der Expertise des Konsortiums in der Armutsforschung werden armutsbetroffene Familien,die in Städten in betroffenen Gebieten leben, kurz nach einer Hitzewelle telefonisch befragt. Der Fragebogen wird mit offenen, halboffenen und geschlossenen Fragen die drei Forschungsfragen des Projektes abdecken und mit in sozialwissenschaftlich üblichen deskriptiven, qualitativen und multivariaten Methoden analysiert. Neben dem besseren Verständnis von Betroffenheit und Grenzen der Anpassung bietet die Zusammenarbeit der Projektpartner eine exzellente Grundlage für die Identifikation der Hebel für strukturelle Schlüssel-Anpassungsmaßnahmen und deren institutionelle Verankerung.