Kurzbeschreibung
Besonders die Blendwirkung von Photovoltaik (PV)-Modulen führt oft dazu, dass ökonomisch und energetisch sinnvolle PV Projekte nicht realisiert werden können.
Die aktuell eingesetzten Methoden zur Blendreduktion sind Antireflexionsschichten und zum Teil satinierte Gläser. Beide Methoden stoßen insbesondere bei flach einfallendem Licht an Ihre Grenzen. Dies führt insbesondere bei PV-Anlagen entlang von Infrastruktur- und anderen nutzungsnahen Anwendungen oftmals zu problematischen Blendsituationen, was zum Stopp der Projektentwicklung bzw. nachträglich manchmal zum Abbau der Anlagen führt.
Die Ziele dieses Sondierungsprojektes sind die Identifikation von Möglichkeiten zur raschen Optimierung des Blendverhaltens von PV-Modulen mit unterschiedlichen Frontmaterialien, die Konzipierung einer Messvorschrift zur Bewertung von PV-Modulen aus blendtechnischer Sicht, eine Übersicht über verschiedene Ansätze zur Blendreduktion sowie darauf aufbauend die Erstellung einer Forschungs- und Entwicklungsroadmap für die vielversprechendsten Ansätze zur Blendreduktion.
Insbesondere werden durch einen Open Innovation Prozess auch alternative Methoden zur Blendverringerung aus anderen technischen Anwendungsbereichen untersucht.
Neben den materialtechnischen Möglichkeiten ist die rasche, wirtschaftliche Realisierung im PV-Bereich Voraussetzung für die positive Bewertung der Lösungsansätze. Das von der Österreichischen Technologieplattform Photovoltaik (TPPV) geleitete Konsortium vereint nahezu die gesamte österreichische Forschungs- und Produktionskompetenz im PV Bereich, gemeinsam mit den Innovationspartnern aus Kreisen der großen österreichischen Infrastrukturbetreibern wie ÖBB, Wiener Linien und BIG sollen die aktuell häufig auftretenden Probleme mit Blendung durch PV Anlagen einer Lösung zugeführt werden.