Konzeptionelle Entwicklung einer interaktiven Webplattform zur Kommunikation klimaschutzrelevanter Modellergebnisse in der Landwirtschaft (WebKomKlima)

Kurzbeschreibung

Der Agrarsektor ist global der größte Emittent von Nicht-CO2 Treibhausgas (THG-) Emissionen. Um europäische und nationale Klimaziele zu erreichen, ist in den kommenden zwei Jahrzehnten auch im Agrarsektor eine deutliche Reduktion der THG-Emissionen notwendig. Studien bestätigen das Potenzial struktureller und technischer Maßnahmen zur Reduktion von THG-Emissionen im Agrarsektor. Deren Umsetzung hinkt aber hinterher. Die Tatsache, dass 2013 im Rahmen einer Eurobarometer-Umfrage 70% der befragten ÖsterreicherInnen angaben, nicht über wissenschaftliche Entwicklungen informiert zu sein, zeigt die Notwendigkeit, einen gezielten Austausch zwischen Wissenschaft, LandwirtInnen, Politik und Gesellschaft zu fördern. Projektziel ist die konzeptionelle Entwicklung einer Kommunikationsplattform in Form interaktiven Webplattform, um Ergebnisse der integrierten Modellierung zu THG-Emissionen auf agrarischer Betriebsebene unter Beachtung von Klimaszenarien darzustellen. Methodisch sind drei Schritte vorgesehen 1. Literaturstudium zu interaktiven Webplattformen (allgemein und mit Bezug zu Landwirtschaft und Klimawandel) 2. Interviews zur Identifikation der Anforderungen an eine interaktive Webplattform und relevanter darzustellender Kennzahlen 3. Protokollentwicklung zur Implementierung einer interaktiven Webplattform Wissenschaft, LandwirtInnen, Politik und Gesellschaft können von den Projektergebnissen gleichermaßen profitieren. LandwirtInnen können den THG-Effekt von unterschiedlichen Bewirtschaftungsverfahren und Technologien vergleichen. Eine wichtige Information zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen sowie zusammen mit bspw. Grenzvermeidungskosten für Entscheidungen in der Agrar- und Klimapolitik. Die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen reduziert die THG-Emissionen im Agrarsektor. Davon profitiert die Gesellschaft. Das frei verfügbare Protokoll liefert wichtige Erkenntnisse zum Aufbau einer Kommunikationsplattform als direkte Schnittstelle im digitalen Austausch zwischen Wissenschaft, LandwirtInnen, Politik und Gesellschaft.