Muster- und Leuchtturmprojekte Photovoltaik - Solarer Platz Teesdorf

Kurzbeschreibung

Eine Multiplizierbarkeit von solaren Verkehrsflächen in Form von verkehrsflächenintegrierten PV-Elementen bietet sich in Österreich auf allen Verkehrsflächen, deren lokale Gegebenheiten eine Stromerzeugung ermöglichen. Zieht man diese Verkehrsflächen im Jahr 2019 mit 2075 km² heran und ermittelt das theoretische Potenzial, so beträgt dieses 160 TWh/a. Die aktuellen Investitionskosten von solaren Verkehrsflächen liegen bei rund 5.800 €/kWp. Zu beachten ist hierbei, dass die PV-Nutzung auf Verkehrsflächen erst seit 2010 Gegenstand unternehmerischer Tätigkeiten ist. Daher ist eine fortlaufende Kostendegression der Modulkosten zu erwarten. Weiters ist zu beachten, dass solare PV-Elemente in Plätzen und Straßen im Gegensatz zu herkömmlichen Bodenmaterialien im Laufe der Lebensdauer Erträge einbringen und die derzeit verwendeten Materialen ersetzen werden. Die Wirtschaftlichkeit wird hierbei am deutlichsten durch das Verwendungskonzept des erzeugten PV-Strom beeinflusst. Abschließend ist hierbei zu erwähnen, dass solare Verkehrsflächen kostentechnisch nicht mit PV-Freiflächenanlagen konkurrieren werden können (vgl. BIPV). Konventionelle Photovoltaiksysteme werden ertragsorientiert ausgerichtet, um die höchstmögliche Energieausbeute/Verbrauchsdeckung zu erzielen. Solare Geh- und Fahrwege werden im Vergleich horizontal auf dem Boden angebracht. Hierbei wird der Innovationsgrad dadurch erzielt, dass die verwendete Fläche ihren ursprünglichen Nutzen als öffentliche Verkehrsfläche nicht verliert. Daher können diese Flächen weiterhin als Straßen, Fußgängerzonen und Plätze verwendet werden. Da es sich hierbei um eine Technologie handelt, welche in Österreich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Anwendung kam, kann durch die erste Anlage dieser Art ein innovativer Impuls geschaffen werden. Dies bietet den österreichischen Technologiefirmen die Möglichkeit sich in einem neuen und innovativen Markt frühzeitig zu platzieren und dadurch möglicherweise auch marktführende Positionen einzunehmen. Ebenso erlaubt eine solche Anlage, für Österreich erstmalige und bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht in dieser Größe durchgeführte Forschung umzusetzen, wodurch sich österreichische Forschungsinstitutionen ebenfalls verstärkt in der internationalen Forschungsgemeinschaft positionieren können. Die PV-Integration in Verkehrsflächen als Technologie ermöglicht es die Programmziele dahingehend zu erreichen, als das alle Ausschreibungsinhalte in einem sehr hohen Ausmaß erfüllt werden. Brücke zwischen Forschung und Markt: Die Entwicklung, von bereits auf den Markt verfügbaren PV-Elementen für solare Verkehrsflächen, erfolgte in der Vergangenheit bereits einem Brückenschluss aus Forschung und Markt. Der fortwährende Entwicklungsbedarf ist hierbei auch im Brückenschluss zu erwarten. Initialzündung von Vorbild- und Musterprojekte: Bis zum heutigen Zeitpunkt wurde in Österreich keine solchen Anlage in Betrieb genommen, weder in der Forschung noch zur kommerziellen Stromerzeugung. Keine Standardphotovoltaik-Anlagen: Im Vergleich zu üblichen PV-Aufdach- und Freiflächenanlagen unterscheiden sich solare Verkehrsflächen dadurch, dass sie horizontal auf oder in der Fahrbahn angebracht werden Hohe Systemintegration und Systemdienlichkeit: Eine hohe Systemintegration wird durch die direkte Integration in oder auf die Fahrbahn erreicht. In Verbindung damit können auch weitere Integrationen von verkehrsdienlicher Infrastruktur (Parkplatzmanagement, Unfallprävention, etc.) realisiert werden.