Kurzbeschreibung
Der Alpenraum ist vom Klimawandel besonders stark betroffen. Durch die veränderten Lufttemperaturen als auch tendenziellen Zunahmen des Niederschlages (speziell im N-W Österreichs), wird eine längere Vegetationsperiode vermutet und untersucht. Durch jahrzehntelange Erfahrungen und dadurch erworbenen Gewohnheiten von Landwirten werden in Österreichs Mittelgebirgslagen (>1000 m.ü. A), wo sich 41 % der Grünlandflächen befinden, größtenteils extensive Bewirtschaftungen der Grünlandflächen mit einer 2-Schnittnutzung durchgeführt. Aufgrund der bereits stattfindenden Klimaveränderungen wäre es jedoch denkbar, intensivere Bewirtschaftungen durchzuführen. Im Projekt wird ein Grünlandstandort einer Mittelgebirgslage für Untersuchungen hinsichtlich des Wasser- sowie Nährstoffhaushaltes von einem 2-Schnitt- zu einem 3Schnittsystem genutzt werden. Die Auswirkungen der zwei Bewirtschaftungssysteme sollen auf Bodenwasserbilanzen und Kohlenstoff- (C-) und Stickstoff- (N-) Flüsse im Boden, Sickerwasser, Biomasse mithilfe von Lysimetern, Bodensensoren und einer Wetterstation ermittelt und darüber hinaus auch die an das unterschiedliche Nutzungsregime angepasste Düngung bestimmt werden.