Kurzbeschreibung
In der vom Klima- und Energiefonds beauftragten Basisstudie SINNergyTRANS wurden ausgehend von regionalen Fallstudien kontextsensitive Methoden erarbeitet, um soziale Innovationen zu kreieren, zu begleiten und deren Wirkung zu bewerten. Ergebnis dieser Studie war vor allem die Erkenntnis, dass • selbst erfahrene InnovatorInnen bei der Umsetzung von Projekten in Gemeinden und Regionen ein sehr eingeschränktes Methodenrepertoire einsetzen; mit der Stärkung des Prozess- und Methodenwissens in Gemeinden und Regionen könnten soziale Innovationen im Dienste der Energiewende die nötige Strahlkraft und Wirksamkeit entfalten; • die Ziele der Energiewende nur erreicht werden können, wenn den top-down Ansätzen für die Energiewende, die durch Lenkungsmaßnahmen der Politik gesetzt werden, bottom-up Innovationen aus der Bevölkerung entgegenwachsen; diese Entwicklung kann durch die Schaffung eines innovationsfreundlichen Milieus durch geeignete Rahmenbedingungen und durch gestärkte Transformationskompetenz in Regionen dynamisiert werden. • Das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis durch eine Kombination von Schulungen mit Peer Learning und gezielter Vernetzungsarbeit zu erwarten ist. Das Wissen, wie die Entstehung von sozialen Innovationen für die Energiewende gefördert und methodisch begleitet werden kann, ist vorhanden. Nun geht es um die Verbreitung dieses Wissens und um den Transfer in die Praxis. „Power2Regions“ adressiert all diese Aspekte sowie die Ziele der Ausschreibung indem es Innovationspartnerschaften im Kontext der Energiewende mit zwei Regionen in Österreich initiiert und ein Vermittlungs- und Entwicklungskonzept für den Aufbau von Transformationskompetenz für die Energiewende entwickelt, durchführt und testet. Ziel ist es insbesondere, • die Kompetenz der regionalen AkteurInnen/InnovatorInnen hinsichtlich co-kreativer methodischer Gestaltung von Innovationsprozessen gezielt zu stärken, • die Selbstorganisationsfähigkeit durch breite regionale Vernetzung wie durch interregionalen Austausch und Peer Learning zu erhöhen • konkrete soziale Innovationen in den Regionen in die Umsetzung zu bringen. In einer „Innovationswerkstatt“ wird kontextsensibles Methoden- und Prozesswissen vermittelt und im Training durch praktische Anwendung im regionalen Kontext konkretisiert (Action Learning-Ansatz). Zudem wird Wissen über förderliche Entstehungsbedingungen von sozialen Innovationen vermittelt: Erfahrene InnovatorInnen teilen mittels „Geschichten des Gelingens“ (Storytelling) ihr Erfahrungswissen und regen künftige InnovatorInnen zur Ideenentwicklung an. Diese wird durch außerdem durch begleitendes Coaching der InnovatorInnen sowie durch gezielte Vernetzung und Peer Learning (Community of Practice) unterstützt. In zwei Projektschmieden (co-kreative Workshops aus dem Art of Hosting-Methodenrepertoire) werden die Ideen bis zur Umsetzungsreife konkretisiert. Es werden sowohl analoge als auch digitale Lern- und Austauschformate eingesetzt. Der Lerntransfer erfolgt durch die Umsetzung des vermittelten Methoden- und Prozessbegleitungswissens. Das begleitende Wirkungsmonitoring evaluiert laufend die Vorgangsweise und liefert das Steuerungsfeedback, um Anpassungen vorzunehmen. In einer Abschlussveranstaltung mit MultiplikatorInnen und politischen EntscheidungsträgerInnen werden das Transformationskonzept des Projekts vorgestellt, die Umsetzungsprojekte präsentiert, Erkenntnisse für die Ausbreitung und Beschleunigung von Transformationsarbeit abgeleitet und diskutiert und in Dialog mit politischen EntscheidungsträgerInnen gebracht. Das im Projekt getestete und durch Wirkungsmonitoring weiterentwickelte Vermittlungs- und Entwicklungskonzept „Transformationskompetenz stärken“ steht als ein Endprodukt zur Implementierung in anderen Regionen zur Verfügung.