Junges Klima — Wie werden Jugendliche in der dichten Stadt für den Klimawandel aktiviert?

Kurzbeschreibung

Ziel dieses Projektes ist es, das Aktivierungspotenzial von Jugendlichen zu erforschen, wie (ob) sie für das Thema des Klimawandels interessiert werden können um in weiterer Folge, ihr Verhalten daran anpassen und als Change Agents zur gesellschaftlichen Transformation wirken zu können. Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren stehen als zukunftsträchtige Ansprechgruppe für eine Verhaltensänderungund gesellschaftliche Transformationin Bezug auf den Klimawandelzentral im partizipativen und transdisziplinären Forschungsprojekt. Das Projekt fokussiert auf zwei bislang weniger beachtete Aspekte: Auf Jugendliche, die aus weniger privilegierten und gebildeten Gesellschaftsschichten kommen, für die die Klimafrage bis dato keine hohe Priorität gegenüber Alltagsfragen hat. Auf das dichte Stadtgebiet mit einfachen und beengten Wohnverhältnissen und hoher Dichte, in dem sich der Klimawandel besonders niederschlägt. Hier besteht großer Handlungsbedarf zur Verbesserung der Lebensbedingungen. Das Projekt ist interdisziplinär und transdisziplinär aufgesetzt und verfolgt einen partizipativen Ansatz. Ortswissen der Gebietsbetreuung und die Vermittlungserfahrung der Pädagoginnen und Pädagogen werden in je ein digitales und ein analoges Kommunikationsformat der Jugendlichen eingebunden. Das Thema wird anhand von Temperatur und -änderungen behandelt, um direkte Betroffenheit zu generieren (Sonne und Schatten, Temperatur von Sitzgelegenheiten im Freiraum, Trinkwasserbedarf u.ä.). Teilnehmende Beobachtungen werden qualitativ ausgewertet und die Ergebnisse mit Interviews vor, während und nach den Aktionen abgesichert. Das Ergebnis trägt zur Entwicklung zielführender Maßnahmen zur Begegnung des Klimawandelsbei, Beitrag zu einem Projektantrag für weiterführende Forschung und soll in einen Artikel im Themenfeld der kumulativen Dissertation des PraeDoc-Teammitglieds münden.