Sondierunge: Integriertes, wasserstoffbasiertes Energiesystem Obertrum (H2Village)

Kurzbeschreibung

Die Eindämmung des anthropogenen Klimawandels und der damit verbundene Ausbau von erneuerbaren Energieträgern kann langfristig nur gelingen, wenn entsprechende Speicherkapazitäten im Energiesystem zur Verfügung stehen und eine nachhaltige Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität erfolgt. Eine Technologie, die diese Bedingungen erfüllt, ist das Speichersystem Power-to-Gas-Wasserstoff (PtG-H2). Dabei wird Wasserstoff durch die Elektrolyse von Wasser erzeugt. Der produzierte Wasserstoff liegt damit in einer speicherbaren Form vor, kann in Gasflaschen bevorratet werden und bei Bedarf mittels Brennstoffzelle (PEM-Fuel Cell) in elektrische Energie umgewandelt werden. Im Projekt wurde erstmals die Umsetzung eines wasserstoffbasierten Energiesystems für eine konkrete Kommune in Österreich untersucht, die ausschließlich durch erneuerbare Energie versorgt werden soll. So sollte eine hohe Dichte an Photovoltaik-Anlagen in Obertrum ermöglicht werden, ohne dabei das elektrische Netz zu destabilisieren. Die überschüssige elektrische Energie von dezentralen Photovoltaik-Anlagen sollte dabei in Form von Wasserstoff zwischengespeichert und mittels intelligenter Steuerung effizient und bedarfsgerecht, dezentral und autark für die Energieversorgung von Gebäuden, Industrieanlagen und Mobilität genutzt werden.