Waste2Storage: Potenzial der Flugasche als thermochemischer Energie- & CO2 Speicher

Kurzbeschreibung

Jährlich fallen alleine in österreichischen Verbrennungsanlagen mehr als 400.000 Tonnen Flugaschen an. Dabei werden sie je nach Zusammensetzung in gefährliche oder nicht gefährliche Flugaschen unterschieden. Während die nicht gefährlichen Flugaschen ihre Anwendung oft als Zusatzstoffe in der Bauindustrie finden, müssen die als gefährlich eingestuften Flugaschen der Deponierung zugeführt werden. Calciumoxid (CaO) liegt in der Flugasche als eine Hauptkomponente vor. Dieses Calciumoxid gilt als ein vielversprechender Kandidat für die thermochemische Energiespeicherung. Es sind mit CaO gleich zwei Reaktionen für die thermochemische Energiespeicherung (TCES) möglich, mit denen ein TCES-Systempaar aufgebaut werden kann: einerseits mit Wasserdampf zu Calciumhydroxid und anderseits mit Kohlendioxid zu Calciumcarbonat. Mit Hilfe von thermogravimetrischen Analysen und andere analytischen Methode wie beispielsweise Röntgendiffraktometrie (XRD), Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA), Rasterelektronenmikroskop (REM/SEM), Korngrößenanalyse und massenbezogene spezifische Oberfläche (BET) sollen im Rahmen dieses Projektes exemplarische Flugaschen charakterisiert werden, um das Potential zur Verwendung als thermochemischer Energie- und CO2-Speicher untersucht werden. Auf diese Weise könnte in einem Abfallstoff „erneuerbare“ Abwärme gespeichert und einer sinnvollen Nutzung zugänglich gemacht werden. Durch die Speicherung von CO2 in der Flugasche wird eine weitere Anwendung für diesen Stoff als CO2 Speicher ermöglicht.