Kurzbeschreibung
"Ausgangssituation: Die EU hat sich bis 2050 ambitionierte Klima- und Energieziele gesetzt, die eine drastische Reduktion des CO2-Ausstoßes beinhalten, erreicht durch einen hohen Anteil erneuerbarer Energien und eine starke Reduktion des Energieverbrauchs. Die ersten Schritte in diese Richtung („Energiewende“) zeigen, dass neben dem planbaren Einsatz von Biomasse v.a. volatile/fluktuierende Energieträger zur Anwendung kommen: v.a. erneuerbarer Strom aus Windkraft und Photovoltaik dominieren die erneuerbare Energieproduktion. Motivation: Erneuerbare Energie und insbesondere erneuerbarer Strom bieten der europäischen/österreichischen Industrie die Möglichkeit zu einer Umstellung der Prozesse auf eine CO2-ärmere Produktionsweise." "Um aber eine möglichst CO2-arme Produktionsweise zu ermöglichen, müssen die betroffenen industriellen Schlüsselprozesse auf die Volatilität/Fluktuation der Energiebereitstellung ausgelegt sein bzw. auf diese reagieren können. Die Möglichkeit zum umfangreichen Demand Response oder für entsprechende Speicherpotenziale ist heute nur marginal gegeben und muss erst geschaffen werden. Der ausgearbeitete Technologie-Fahrplan identifiziert die Entwicklungspfade der erforderlichen Technologien und die notwendigen FTI-politischen Instrumente, um (i) die Energiekosten und die Gesamtkosten der österreichischen Industrie bis 2050 signifikant zu senken und (ii) Österreich bis 2030 zum Leitanbieter für die neuen Technologien zu machen." " Die Entwicklung des Technologie-Fahrplans orientiert sich streng an den Guidelines der IEA für die Fahrplanentwicklung: „Energy Technology Roadmaps – a guide to development and implementation“ (Edition 2014). Der Technologie-Fahrplan beinhaltet technologiepolitische Empfehlungen, eine strategische Forschungsagenda und in diese einfließende Diskussionspapiere, die • das Potenzial für die Nutzung fluktuierender erneuerbarer Energie modellieren/evaluieren (Vorprojekte des Konsortiums: „LoadShift“), • nutzbare und anzupassende industrielle Schlüsselprozesse identifizieren, • technische, energiewirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen der Versorgungsinfrastruktur (v.a." "Netze) wiedergeben (Vorprojekte des Konsortiums: „Flex-Tarif“). Die Forschungsagenda identifiziert in einem Stakeholder-Prozess (25+ LOI vorhanden) kurz-, mittel- und langfristigen Horizonten übergeordnete „Felder“, sowie diesen zuordenbare spezifische „Themen“, wo weitere F&E erforderlich ist und konkretisiert diese Erfordernisse. Die FTI-politischen Instrumente werden zur Gewährleistung des politischen Rahmens werden ebenfalls eruiert (Vorprojekte des Konsortiums: F&E-Fahrpläne „Energieeffizienz in der energieintensiven Industrie“ und „Energieeffizienz in der Textil- und Lebensmittelindustrie“, FTI-Roadmap „Fernwärme/Fernkälte“). "